Freitag, 13. Juli 2007

Das iPhone - ab sofort in Deutschland

Angeblich 57.000 Interessenten haben sich bei Deutschlands größtem Apple-Fachhändler für das Mobiltelefon iPhone registriert, täglich soll die Zahl um 1.000 Kunden anwachsen.

Das sagte Gravis-Vorstandsvorsitzender Archibald Horlitz der Berliner Zeitung "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe). Nach eigenen Angaben seien 58 Prozent der registrierten Kunden sogar bereit, zur Nutzung des Geräts ihren Mobilfunkanbieter zu wechseln. Die führenden Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 lägen dem Bericht zufolge bei der Frage nach dem präferierten Provider nahezu gleichauf. Horlitz spricht von einem "gigantischen Hype". Ob das Telefon allerdings in seinen 29 bundesweiten Filialen verkauft werden dürfe, wisse er noch nicht.

Der US-Computerkonzern Apple wird sein Mobiltelefon iPhone einem Pressebericht zufolge in Europa zunächst nur in Deutschland, Frankreich und Großbritannien auf den Markt bringen. Der Start sei für den Herbst vorgesehen, berichtete die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf gut informierte Quellen. Der Rest Europas folge erst 2008. Dann sei auch die Markteinführung in Asien geplant.

In den Verhandlungen zwischen Apple und den vier größten Mobilfunkkonzernen Orange, T-Mobile, O2 und Vodafone um den Vertrieb seien Fortschritte erzielt worden, es gebe aber noch keine Abschlüsse. Das iPhone war Anfang Juli auf dem US-Markt an den Start gegangen (SAT+KABEL berichtete mehrfach). Dort wird das Gerät exklusiv von AT&T vermarktet.

Das iPhone besitzt nur eine Taste und wird über ein berührungsempfindliches Display bedient. Neben der Telefonfunktion ist auch ein iPod zum Abspielen von Musik und Videos integriert. Für den Zugang ins Internet nutzt das iPhone, das vorerst nur in den USA zu haben ist, den recht langsamen Standard EDGE. Ob das Gerät zum Europa-Start einen leistungsfähigeren 3G-Standard unterstützt, ist bislang nicht bekannt.

BBC will Konflikt mit Linux-Verband um Windows-basiertes Web-TV beilegen

Der britische TV-Sender BBC will den schwelenden Streit um seinen nur unter Windows lauffähigen Internet-TV-Dienst iPlayer durch ein Treffen mit kritischen Stimmen aus der Linux-Gemeinde entschärfen.

Das interne BBC-Trust-Gremium wolle das Gespräch mit dem Open Source Consortium (OSC) suchen, das eine Zugänglichkeit des am 27. Juli startenden Dienstes über sämtliche Betriebssysteme fordert und eine Beschwerde bei der EU-Kommission angedroht hatte (SAT+KABEL berichtete). Bisher sei diese nach Informationen der BBC aber nicht eingereicht worden. Die Gruppe lasse sich lediglich von Rechtsanwälten beraten, hieß es in einem Bericht von "BBC Online" am Freitag.

BBC-Technikchef Ashley Highfield unterstrich unterdessen erneut, der Dienst solle künftig allen Gebührenzahlern auf allen Plattformen zur Verfügung stehen. Um den Start nicht zu verzögern, habe man sich zunächst auf Windows XP als verbreitetstes System konzentriert. Versionen für Apple-Rechner sollen ab Herbst verfügbar sein, anschließend kümmere man sich um Windows Vista und mobile Endgeräte, sagte Highfield.

Der iPlayer-Dienst soll britischen TV-Zuschauern den kostenlosen Abruf von Serien und anderen Programminhalten ermöglichen (SAT+KABEL berichtete). Die Dateien können bis zu eine Woche nach Ausstrahlung im Fernsehen aus dem Internet geladen werden und dann dreißig Tage lang auf dem eigenen PC wiedergegeben werden. Dafür sorge ein spezielles DRM-Management. Werbung werde nicht eingeblendet, hieß es. Dafür soll sich die Datei nach einmaligem Anschauen automatisch löschen.

Die BBC will den auf Microsofts WMV-Dateiformat basierenden iPlayer-Service nach eigenen Angaben im Laufe des Jahres auch über Verlinkungen beim Videoportal YouTube und anderen Vertriebspartnern vermarkten. Außerdem sollen Vorschauen für neue Sendungen darüber abrufbar sein. Im Gespräch seien aktuell Partnerschaften mit MSN, dem Online-Angebot der Tageszeitung "Daily Telegraph" sowie AOL, Tiscali, Yahoo!, Blinkx und Bebo.

Offenbar fehlt dem Dienst zunächst nicht nur die Kompatibilität zum Apple-Betriebssystem, sondern auch zu neueren Microsoft-Umgebungen. "Versionen für Apple Macs und Microsoft Vista stehen hoch auf unserer Agenda", sagte Highfield. Außerdem wolle man mit Virgin Media im Laufe des Jahres den Dienst auch für Kabelkunden zugänglich machen und mittelfristig weitere TV-Anbieter involvieren. Auch Streaming-Funktionen sowie automatisierte Serien-Downloads sollen nachgerüstet werden.

Um den Einsatz des selbst gestrickten iPlayers für das Internet-Fernsehangebot des Senders gibt es seit Tagen massiven Streit. Weil die Software zunächst ausschließlich auf dem Mediaplayer des Microsoft-Konzerns basiert, warf das Open Source Consortium (OSC) dem Sender vor, Apple- und Linux-Nutzer systematisch auszusperren. Die gebührenfinanzierte BBC habe die Verpflichtung, allen Zuschauern ihr Programm anzubieten. Das gelte auch unabhängig des jeweils eingesetzten Betriebssystems und des Übertragungsweges, hieß es. Zuvor hatte OSC bereits bei der Medienregulierungsbehörde Ofcom interveniert.

Intel steigt bei 100-Dollar-Laptop ein

Der US-Chiphersteller Intel und die gemeinnützige Organisation One Laptop per Child (OLPC) arbeiten künftig zusammen. Der US-Chip-Hersteller erhält einen Sitz im Vorstand von OLPC.

Die Initiative des US-amerikanischen IT-Forschers Nicholas Negroponte hat zusammen mit dem Intel-Konkurrenten AMD und anderen Unternehmen ein Billig-Laptop entwickelt: Dieser tragbare Computer wurde unter dem Schlagwort 100-Dollar-Laptop bekannt. Tatsächlich liegen die Produktionskosten derzeit bei 170 Dollar. Erste Testgeräte des Laptops sind unter anderem in Brasilien im Einsatz. Dessen Regierung hat wie einige andere Staaten Interesse am Kauf von Laptops im großen Stil bekundet.

"Intel nimmt seinen Platz im OLPC-Vorstand als einer der weltweiten Technologieführer ein“, erklärte Negroponte. Das Ziel sei es, Kindern zu helfen. „Gemeinsam mit Intel können wir sicherstellen, dass eine maximale Anzahl an Laptops die Kinder dieser Welt erreicht.“

Intel selbst hat seinerseits ein billiges Laptop namens Classmate PC in Umlauf gebracht und ebenfalls Testgeräte herausgegeben – unter anderem in Brasilien. Der Classmate soll anders als der OLPC-Laptop jedoch auch kommerziell vertrieben werden. Das von Intel geförderte Produkt ist ab 200 Dollar zu haben. Der Chip-Konzern kooperiert bisher mit dem Software-Riesen Microsoft, der das Betriebssystem stellt - anders als OLPC: Das von Negroponte initiierte Vorhaben setzt auf die freie Betriebs-Software Linux.

Wenig Stromverbrauch, Internet übers Handynetz
Beide Rechner haben laut den Herstellern den Vorzug, mit vergleichsweise wenig Strom auszukommen. Der OLPC-Laptop arbeitet mit einem Mesh-Netzwerk: Mehrere Rechner können lassen sich per Funk zusammenschließen und können über dezentrale Server-Computer wiederum ans Internet angebunden werden. In Entwicklungsländern setzt Negroponte dafür auf die Kooperation mit lokalen Handynetz-Betreibern.

Dieses Projekt sorgte bei Negropontes OLPC zunächst für Ärger. Intel sei zu denselben Regierungen wie OLPC gegangen und habe um Zusammenarbeit geworben, sagte Negroponte WELT ONLINE, nach dem Motto: „Nehmt keine Million OLPC-Laptops, sondern lieber 10.000 von uns“. „Das hat einen großen, destabilisierenden Effekt“, sagte der frühere Professor an der US-Elite-Uni MIT. Negroponte warf Intel vor, mit dem eigenen Classmate-Projekt Kinder aus ärmeren Ländern „als Markt, nicht als Mission“ zu betrachten.

Jetzt hat sich der Konflikt der beiden konkurrierenden Hilfsprojekte anscheinend entspannt. „Unser Beitritt zu OLPC unterstreicht einmal mehr unser Engagement im Bildungssektor in den vergangenen 20 Jahren,“ sagte Intel-Vorstandschef Paul Otellini. „Wir sind davon überzeugt, dass Technologie bei der Erziehung und Ausbildung unserer Kinder im 21. Jahrhundert eine zentrale Rolle spielt.“

Intel hat nach eigenen Angaben bereits in 50 Ländern in Bildungs- und Erziehungsprojekte investiert. Der Classmate PC zählt demnach weiter zu den Vorzeige-Maßnahmen. „Das Projekt geht weiter“, sagte ein Sprecher von Intel WELT ONLINE. Intel trete hierbei ja nicht als Produzent auf, sondern habe Vorarbeiten geleistet und Studien finanziert. Der Computer selbst wird von Herstellern wie Asus und Quanta, die zugleich auch den 100-Dollar-Laptop bauen, in Serie hergestellt.

„Es ist wahrscheinlich, dass OLPC und Intel diese Vorteile nutzen“, sagte der Sprecher. Denkbar sei eine Zusammenarbeit beider Projekte bei den Folge-Designs der Billig-Computer – genau so wie bei der „Spezifikation“ der Geräte. Mit anderen Worten: Auch das 100-Dollar-Laptop könnte es künftig mit Intel-Chips und mit Hauptspeichern des Konkurrenten AMD geben.

Donnerstag, 12. Juli 2007

Apple erwirbt Drucksystem CUPS

Drei verschiedene Sicherheitslücken betreffen die Videowiedergabe. Angreifer können über eine manipulierte Videodatei den Player zum Absturz bringen oder auch beliebigen Programmcode ausführen. Ein ebenfalls als gefährlich einzustufendes Sicherheitsloch tritt bei der Verarbeitung von SMIL-Daten auf, so dass darüber beliebiger Code gestartet werden kann.

Zudem stecken in QuickTime für Java vier weitere Sicherheitslecks, über die sich beliebiger Code einschleusen und starten lässt. Ein Angreifer muss sein Opfer lediglich dazu bringen, eine entsprechend präparierte Webseite zu besuchen. Als Neuerung bringt die kostenlose Ausführung von QuickTime nun endlich eine Vollbilddarstellung, um Videos bildschirmfüllend anzeigen zu können. Bislang gab es diese Option nur gegen Bezahlung. Zudem sollen kleinere Fehlerkorrekturen vorgenommen worden sein.

Apple bietet QuickTime 7.2 für Windows und MacOS X kostenlos unter anderem in deutscher Sprache zum Download an. Erstmals unterstützt QuickTime damit auch offiziell das seit Januar 2007 erhältliche Windows Vista. Außerdem steht iTunes in der Version 7.3.1 als Download zur Verfügung. Diese Version korrigiert einen Fehler, der beim Zugriff auf die iTunes-Bibliothek auftreten konnte.

Neue PSP-Versionen angekündigt

Der japanische Elektrokonzern Sony hat auf der E3 neue Versionen seiner tragbaren Spielekonsole PlayStation Portable (PSP) angekündgt.

Kleiner und leichter
Die neue PSP wird am 10. September in den Handel kommen und soll rund 19 Prozent dünner und 33 Prozent leichter sein. In der Core-Version wird die PSP dann rund 170 Dollar kosten. UM rund 200 Dollar wird es ein silbernes "Daxter PSP Entertainment Pack"-Bundle geben: bestehend aus Konsole, 1GB Memory Stick, Daxter, der Family Guy—Freakin' Sweet Collection-UMD. Am 9. Oktober wird dann eine "Ceramic White"-limitierte Edition des "Star Wars Battlefront Entertainment Pack" erscheinen.

Video-Out
Neben den unterschiedlichen neuen Farben und der reduzierten Größe werden die neuen PSP auch über ein Video-Out verfügen. So können AnwenderInnen ihre PSP an ihre Fernsehgeräte anschließen. Auch die Akkulaufzeit und ein schnelleres UMD-Laufwerk soll die neue Generation aufweisen.

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