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Freitag, 3. August 2007

Bluetooth 2.1+EDR verspricht simple Geräte-Kopplung

Die von der Bluetooth-SIG angedachte Kopplung von Geräten (Pairing) in der neuen Version 2.1+EDR der Bluetooth-Spezifikation, soll den Prozess selbst deutlich vereinfachen. Dazu genügt es beide Geräte in einen Kopplungsmodus zu versetzen, indem etwa "Bluetoothgerät hinzufügen" auf einem Mobiltelefon ausgesucht wird und auf dem Headset der entsprechende Knopf gedrückt wird. Ein Austausch von PINs soll nicht mehr notwendig sein.

Andere Hersteller nutzen schon länger eine Autopairing-Funktion, die bisher jedoch nicht Herstellerübergreifend funktionierte. Die neue Technik verspricht weniger Schritte für den Nutzer, eine Verbindung binnen weniger Sekunden und eine erhöhte Sicherheit.

Für den Fall, dass ein PIN-Code genutzt werden muss, soll ein neues Verfahren ("Eavesdropper Protection") diesen besonders schützen. Die Bluetooth-SIG verspricht, dass ein sechsstelliger numerischer Code sicherer sein soll als ein 16-stelliger alphanumerischer PIN-Code. Der neue Kopplungsprozess soll zudem weniger Anfällig für "Man-in-the-Middle"-Attacken sein. Um Angriffe von Außen zusätzlich zu erschweren lässt sich für die Kopplung auch der optionale NFC-Modus (Near Field Communication) nutzen. Dazu müssen die Geräte besonders dicht aneinander gehalten werden.

NFC in Verbindung mit der vereinfachten Kopplung soll weitere Möglichkeiten bieten: In einem Demonstrationsvideo auf das die SIG verweist, wird etwa gezeigt wie mit einem Prototyp eines entsprechenden Mobiltelefons ein Foto geschossen wird und das Telefon anschließend an einen Bluetooth-fähigen Bilderrahmen (oder Drucker) besonders nah gehalten wird, dass das Bild schnell übernimmt. Für NFC müssen Geräte derzeit jedoch eine gewisse Größe besitzen. Bluetooth-Headsets sollen diesen Platz noch nicht bieten können. In der Demonstration wird zur NFC-Kopplung stattdessen die Bedienungsanleitung benutzt, in das ein zum Headset passendes NFC-Tag eingesetzt wurde. Das Handy wird an die Anleitung gehalten und anschließend verbindet es sich mit dem zur Anleitung gehörenden Headset.

Mit der neuen Bluetooth-Version soll sich auch die Leistungsaufnahme von Bluetooth-Geräte nochmals deutlich reduzieren lassen. Die Bluetooth-SIG verspricht bis zu fünf Mal längere Laufzeiten. Damit sieht sich die Bluetooth-SIG in ihrer Situation gestärkt eine Technologie zu bieten die es bei niedriger Leistungsaufnahme erlaubt vor allem kleinere Geräte miteinander zu verbinden.

Halbleiterhersteller wie Broadcom, CSR, Infineon und Texas Instruments sollen Bluetooth-2.1+EDR-Chips bereits anbieten können, die SIG erwartet erste Geräte für den Endkunden bis zum Ende des Jahres 2007.

Donnerstag, 26. Juli 2007

Fotos aus dem Labor sind billiger

Einen klaren Technologiesieger gibt es nicht. Es kommt auf den Drucker und das Labor an, so die Zeitschrift „test“ in ihrer August-Ausgabe. Vorurteile wie „Tintendrucke verblassen schnell“ seien längst überholt. Gute Tintendrucker liefern eine bessere Bildqualität als so manches Labor und in puncto Lichtbeständigkeit können die Tintenbilder auch mithalten, teilen die Tester mit.

Bei großen Aufträgen rät die Stiftung Warentest allerdings, Abzüge im Handel zu bestellen. Das sei günstiger, als selbst auszudrucken, und die Bildqualität stimme in der Regel auch. Wer seine digitalen Bilder in einem FujiColor-Großlabor (zum Beispiel bei Media Markt oder Rossmann) entwickeln lässt, müsse allerdings bei manchen Motiven mit aufgepeppten Farben rechnen.

Farbtintendrucker liefern gute Ergebnisse
Hobbyfotografen, die ihre digitalen Bilder zu Hause ausdrucken möchten, zahlen beim Kauf von Fotopapier und Tinte im Sparpack mit 25 bis 75 Cent pro Bild immer noch mehr als im Handel. Dort ist ein Bild bereits ab 10 Cent erhältlich. Spezielle Fotodrucker sind für den Fotoabzug zu Hause nicht nötig. Normale A4-Farbtintendrucker erreichen mittlerweile eine erstaunliche Fotoqualität. Von sogenannten Sublimationsdruckern, die das Fotopapier mit farbigen Folien überziehen, rät die Stiftung Warentest ab: Die Bilder bleichen schnell aus.

Bestellungen im Internet lohnen sich wegen zusätzlicher Bearbeitungs- und Versandkosten nur bei größeren Mengen. Ein schneller DSL-Internetzugang mit Pauschalpreis („Flatrate“) ist dafür von Vorteil.

Fazit: Am besten ist es, wenige besonders eilige Fotos selbst auszudrucken, aber den großen Schwung Urlaubsbilder ins Labor zu bringen.


Online Kaufen In Deutschland

Dienstag, 24. Juli 2007

Erste europäische HD DVD mit Internet-Anbindung

Mit der von SPV veröffentlichten und in Zusammenarbeit mit dem Authoring-Studio Imagion AG entstandenen HD DVD "Motörhead: Stage Fright" erscheint im August die erste europäische HD DVD, die die Online-Funktionen des HD-Disc-Standards nutzt. Es ist zugleich die erste Musik-HD-Disc mit Internet-Anbindung – und nach "Blood Diamond" und "Freedom" erst die dritte HD DVD weltweit, die Online-Zugang bietet. c't testet "Blood Diamond" in der aktuellen Ausgabe 16/07 im Artikel "Blühende HD-Spielwiese" ab Seite 53.

Die Motörhead-Fans sollen bei der neuen Scheibe über aktuelle News und Tourdaten, Bilder und Fan-Artworks informiert werden, die über die Netzwerkschnittstelle vom Imagion-Server in die HD-DVD-Menüs eingebunden werden. Im Bereich "Motörhead for Live" werden Motörhead-Fans aufgerufen, ihre aktuellen Tattoos vorzustellen und so die bestehende Galerie zu erweitern. Daneben sind exklusive Specials für die HD-DVD-Nutzer geplant.

Aufgenommen wurde Stage Fright am 7. Dezember 2004 in der Düsseldorfer Philipshalle. Das Set umfasst 20 Songs aus der gesamten Motörhead-Historie, inklusive "Overkill", "Ace Of Spades" und "Iron Fist". Festgehalten wurde das Ereignis mit 23 High-Definition-Kameras unter der Leitung des Regisseurs Sven Offen (Papa Roach, Heather Nova, Grönemeyer, Die Toten Hosen u. a.), für das Lichtdesign der Show konnte Gert Hof gewonnen werden, der bereits für Rammstein arbeitete. Die HD DVD biete über das Konzert hinaus einen "nie zuvor dagewesenen Einblick" in das Innenleben der Band und "in den Rock'n'Roll-Zirkus allgemein", meint man beim Publisher. Bandchef Lemmy Kilmister, Gitarrist Phil Campbell und Schlagzeuger Mikkey Dee kommen dafür ebenso zu Wort wie die Roadcrew.

Montag, 23. Juli 2007

Neue Playstation 3-Firmware bringt zahlreiche Detailverbesserungen

Weiterhin äußerst fleißig präsentiert sich Sony bei der Auslieferung neuer Firmware-Updates für seine Playstation 3: Mit der Firmware 1.90 bringt man nun eine ganze Reihe von Detailverbesserungen für die eigenen Spielekonsole.

Sortierung
So lassen sich jetzt die Einträge für die einzelnen Spiele im Cross Media Bar (XMB) umsortieren, auch ein anderer Hintergrund lässt sich hier nun festlegen. Im Optionsmenü ist ein Eintrag für das Auswerfen von Datenträgern hinzugekommen.

Emoticons
Als weitere Neuerungen preist Sony unter anderem Emoticons, sowie die Möglichkeit die Video-Einstellungen direkt aus einem Spiel heraus zu verändern an. Beim Abspielen von Blu-Rays über HDMI wird nun eine Bildwiederholfrequenz von 24 HZ fix festgelegt.

Japan
Weitere Details bietet die Übersetzung der japanischen Release Notes auf Kotaku. Dieser Umstand deutet es bereits an: Bisher ist das Update nur im asiatischen Raum verfügbar, üblicherweise dauert es aber nur wenige Stunden, bis der Rest der Welt mit der frischen Firmware versorgt wird.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Yamaha: MP3-Player als Tempomacher

Der Yamaha Bodibeat ist ein MP3-Player, der die Musikauswahl automatisch dem Lauftempo des Sportlers anpasst und dabei auch den Pulswert berücksichtigt.

Verschiedene Modi stehen zur Auswahl, in denen der Player die Liedgeschwindigkeit entweder dem Laufrhythmus anpasst oder ein Schritttempo per Musik vorgibt. Dabei beachtet das Gerät auch den Puls, der am Ohrläppchen gemessen wird.

Der Bodibeat hat 512 MByte Speicher, ein OLED-Display und spielt Dateien in den Formaten MP3, WMA und AAC ab. Die Pulsdaten können sich Läufer anschließend auf dem PC anschauen.

Im Sommer soll das Gerät in den USA erhältlich sein - für etwa 300 US-Dollar (knapp 218 Euro).

Alternate lässt Commodore in Deutschland wieder auferstehen

Ab sofort sind hierzulande wieder PCs der Marke Commodore zu haben. Den Vertrieb der wiederbelebten Marke hat der im hessischen Linden angesiedelte Versandhändler Alternate übernommen. Bereits zur CeBIT im März dieses Jahres hatte Commodore Gaming (Commodore International Corporation) eine "völlig neue Palette von Spiele-PCs" angekündigt. Nun will das Unternehmen an der Tradition des "Spiele-Computers" C64 anknüpfen und insbesondere eingefleischte Spiele-Fans mit neuester Technik locken.

Der Spielerechner Commodore GS (daneben sind auch die höherwertig ausgestatteten Versionen GX und XX verfügbar) wartet unter anderem mit Quad-Core-CPUs von Intel auf (Q6600). Das Asus-Mainboard P5N-E ist dank Nvidias nForce-650i-Chipsatz für SLI-Grafik geeignet. In der Basisversion ist der PC jedoch nur mit einer GeForce-8800-GTS-Grafikkarte ausgestattet, die über 320 MByte GDDR3-Speicher verfügt. Die zwei GByte DDR2-Arbeitsspeicher stammen von Corsair Memory, dem amerikanischen Spezialisten für das Übertakten. In puncto Massenspeicherlaufwerke bietet der Commodore GS eine 500-GByte-SATA-Festplatte sowie einen DVD-Brenner von Samsung.

Um eine ausreichende Stromversorgung, aber auch möglichst geringe Lärmentwicklung zu gewährleisten, verwendet der Hersteller ein 550-Watt-Netzteil der Sorte Ice Cube. Das Gehäuse wurde mit einer Speziallackierung versehen, die in vergleichbarer Qualität nur in der Automobilindustrie zu finden sei, wie Commodore betont. Um den Rechner dem eigenen Geschmack anzupassen, kann der Kunde einzelne lackierte Gehäuseteile – die so genannten C=kin (:skin) – austauschen. Dem Commodore GS liegt ein Gutschein für die freie Wahl eines C=kin bei, die Homepage des Herstellers stellt eine entsprechende Auswahl bereit.

Damit das Spielvergnügen vom Start weg gewährleistet ist, legt Commodore dem PC neben Heroes of Might and Magic V + Hammers of Fate, Rayman Raving Rabbits, Tomb Raider: Anniversary und Supreme Commander auch noch einen C64-Emulator inklusive 50 klassischer C64-Spiele bei. Zum Lieferumfang des Commodore GS, der ab einem Preis von 1499 Euro zu haben ist, gehören ferner Windows Vista Home Premium und ein Commodore Gamepad. Der Hersteller gewährt zwei Jahre Garantie inklusive Service.

Montag, 16. Juli 2007

Logitech-Maus soll frei im Raum funktionieren

Logitech hat heute eine neue Maus vorgestellt, die sich von der Konkurrenz durch einen Bewegungssensor abhebt. Wenn sie auf dem Schreibtisch liegt, kann man sie wie jede Laser-Maus auch benutzen, in der Luft wird sie aber zur Fernbedienung.

Logitech zielt mit der "MX Air Rechargeable Cordless Air Mouse", so der offizielle Name, vor allem auf die Nutzer von Media-Center-PCs ab. Mit einfachen Handbewegungen lassen sich Lautstärke regeln und Titel überspringen ("Wink-und-Klick-Steuerung"). Betrachtet man gerade Fotos, kann man diese sehr bequem aus bis zu 10 Metern Entfernung durchblättern.

In der Praxis funktioniert das so: Man sitzt auf dem Sofa und hört Musik, möchte aber den aktuellen Titel überspringen. Dazu muss eine spezielle Taste der Maus gedrückt gehalten werden, anschließend kann man mit einer Kreisbewegung vor oder zurück springen, je nachdem in welche Richtung der Kreis gezeichnet wurde. Ähnlich läuft es beim Regeln der Lautstärke: Taste gedrückt halten und mit der Hand nach links oder rechts fahren.

Ungewöhnlich ist auch das Scrollrad, denn es ist nicht vorhanden. Stattdessen ist eine speziell gekennzeichnete Fläche vorhanden, die mit einem Finger überstrichen werden kann, um die Scrollbewegung durchzuführen. Wer flinke Finger hat kann somit sehr schnell durch lange Fenster navigieren.

Die Logitech MX Air soll ab August im Handel erhältlich sein und 149,99 Euro kosten.

Donnerstag, 12. Juli 2007

Apple erwirbt Drucksystem CUPS

Drei verschiedene Sicherheitslücken betreffen die Videowiedergabe. Angreifer können über eine manipulierte Videodatei den Player zum Absturz bringen oder auch beliebigen Programmcode ausführen. Ein ebenfalls als gefährlich einzustufendes Sicherheitsloch tritt bei der Verarbeitung von SMIL-Daten auf, so dass darüber beliebiger Code gestartet werden kann.

Zudem stecken in QuickTime für Java vier weitere Sicherheitslecks, über die sich beliebiger Code einschleusen und starten lässt. Ein Angreifer muss sein Opfer lediglich dazu bringen, eine entsprechend präparierte Webseite zu besuchen. Als Neuerung bringt die kostenlose Ausführung von QuickTime nun endlich eine Vollbilddarstellung, um Videos bildschirmfüllend anzeigen zu können. Bislang gab es diese Option nur gegen Bezahlung. Zudem sollen kleinere Fehlerkorrekturen vorgenommen worden sein.

Apple bietet QuickTime 7.2 für Windows und MacOS X kostenlos unter anderem in deutscher Sprache zum Download an. Erstmals unterstützt QuickTime damit auch offiziell das seit Januar 2007 erhältliche Windows Vista. Außerdem steht iTunes in der Version 7.3.1 als Download zur Verfügung. Diese Version korrigiert einen Fehler, der beim Zugriff auf die iTunes-Bibliothek auftreten konnte.

Neue PSP-Versionen angekündigt

Der japanische Elektrokonzern Sony hat auf der E3 neue Versionen seiner tragbaren Spielekonsole PlayStation Portable (PSP) angekündgt.

Kleiner und leichter
Die neue PSP wird am 10. September in den Handel kommen und soll rund 19 Prozent dünner und 33 Prozent leichter sein. In der Core-Version wird die PSP dann rund 170 Dollar kosten. UM rund 200 Dollar wird es ein silbernes "Daxter PSP Entertainment Pack"-Bundle geben: bestehend aus Konsole, 1GB Memory Stick, Daxter, der Family Guy—Freakin' Sweet Collection-UMD. Am 9. Oktober wird dann eine "Ceramic White"-limitierte Edition des "Star Wars Battlefront Entertainment Pack" erscheinen.

Video-Out
Neben den unterschiedlichen neuen Farben und der reduzierten Größe werden die neuen PSP auch über ein Video-Out verfügen. So können AnwenderInnen ihre PSP an ihre Fernsehgeräte anschließen. Auch die Akkulaufzeit und ein schnelleres UMD-Laufwerk soll die neue Generation aufweisen.

Office künftig auch als Online- oder Prepaid-Version?

Seit der Suchmaschinenbetreiber Google mit "Text & Tabellen" eine Art Online-Version von Microsofts Office im Angebot hat, wird darüber spekuliert, ob die Redmonder mit einem ähnlichen Produkt gegen halten werden. Bisher hält man sich bei Microsoft in dieser Hinsicht jedoch sehr bedeckt.

Auf der Worldwide Partner Conference des Software-Riesen wurde aber zumindest mitgeteilt, dass man über neue Vertriebsmodelle für Office nachdenkt. Nach Angaben von Chris Capossela, Corporate Vice President bei Microsoft, sagte gegenüber Silicon.com, dass man schon seit zwei Jahren die Möglichkeiten auslotet, welche neuen Geschäftsmodelle und Vertriebsstrategien für Office sinnvoll sein könnten.

Es gebe noch zahlreiche Möglichkeiten, mit denen man eine große Zahl von Anwendern ansprechen könnte, sagte Capossela. Unter anderem denkt man seinen Angaben zufolge über die Einführung von Prepaid-Systemen nach, wie sie mit Microsoft FlexGo schon in einigen Ländern angeboten werden, sich aber auf Windows beschränken.

Auch eine werbefinanzierte Ausgabe von Office oder zumindest Teilen der Software sei derzeit im Gespräch, so Capossela weiter. Selbst eine Online-Variante im Stil von Google Text & Tabellen wäre möglich. Letztenendes müsse man sich von Googles Angeboten abgrenzen, indem Desktop, Web und weitere Dienstleistungen kombiniert werden, sagte er abschließend.

T-Mobile kündigt neue Pocket-PCs an

Wie sein Vorgänger kann auch der MDA Vario III zu Recht als Smartphone-Brocken bezeichnet werden: Er misst bei einem Gewicht von 190 Gramm 112 x 59 x 19 mm. Diese Maße und das Gewicht sind eher weniger für die Hemdtasche geeignet. Die Oberfläche des Schiebe-Telefons ist aus gebürstetem Aluminium statt aus Plastik, wie das noch beim MDA Vario II der Fall war.

Die QWERTZ-Tastatur lässt sich nach rechts ausziehen. Die Tasten sind selbst für große Hände bequem zu treffen und reagieren gut, wenngleich der Nutzer relativ fest drücken muss. Wenn das Display gekippt ist, stößt man allerdings mit den Fingern leicht dagegen, sobald ein Buchstabe aus der obersten Tastenreihe betätigt wird. Hier wäre ein bisschen mehr Abstand wünschenswert.

Wie auch beim MDA Vario II passt sich das Display automatisch auf Hoch- oder Querformat an, je nachdem, wie man das Smartphone hält. Auch Größe und Auflösung des Touchscreens sind geblieben: Der Bildschirm liefert eine für Windows-Mobile typische Auflösung von 240 x 320 Pixeln und zeigt darauf bis zu 65.536 Farben an.

Für Fotoschnappschüsse und Videoaufnahmen steckt im MDA Vario III nun eine 3-Megapixel-Kamera mit CMOS-Sensor und Autofokus, die Aufnahmen mit maximal 2.048 x 1.536 Pixeln Auflösung schießt. Die Einstellvarianten sind allerdings nicht allzu zahlreich: Es besteht weder die Möglichkeit, einen Porträtmodus auszuwählen noch eine Makrofunktion zu aktivieren. Der Autofokus ist wie bei den meisten Handykameras ein bisschen träge: Es dauert 3 bis 4 Sekunden, bis die Kamera scharf gestellt hat und auslöst. Schnappschusstauglich geht anders. In der Bildergalerie haben wir Testbilder in der Originalgröße hinterlegt, die die Qualität der Kamera belegen.

Der MDA Vario III unterstützt die Mobilfunktechniken UMTS, HSDPA (3,6 MBit/s), EDGE sowie GPRS und agiert als Quad-Band-Gerät in den vier GSM-Netzen 850, 900, 1.800 sowie 1.900 MHz. Die Sprachqualität des MDA Vario III ist gut. Ein Testanruf vom Handy ins Festnetz ergab, dass die Stimmen beider Teilnehmer sehr natürlich klangen und gut zu verstehen waren. Silben wurden nicht verschluckt.

Trotz starken Lärmpegels im Hintergrund konnte der Teilnehmer am Festnetz das Gespräch gut verstehen, trotz leichten Hintergrundrauschens, das mit übertragen wurde. Auch der Freisprecher konnte überzeugen. Selbst als beide Tester gleichzeitig zu sprechen begannen, wurden die Worte komplett - mit nur kleinen Aussetzern auf Festnetzseite - übertragen. Allerdings konnte der Freisprecher den Lärmpegel der Umgebung nicht übertönen - hier wären ein paar Dezibel mehr sehr wünschenswert.

Im MDA Vario III kommt Windows Mobile 6 Professional zum Einsatz. Zum Leistungsumfang gehören PIM-Applikationen zur Termin-, Adress- und Aufgabenverwaltung sowie für die E-Mail-Korrespondenz mit Push-Funktion. Außerdem liegen die Mobile-Ausführungen von Word, Excel und PowerPoint sowie der Internet Explorer und Windows Media Player in den Mobile-Versionen bei. Da der Flash-Player 8 nicht installiert ist, lassen sich Videos auf YouTube damit nicht ansehen. Leider macht auch das neue Windows Mobile 6 bei der Bedienung keine allzu gute Figur: Manche Einstellung findet man erst nach längerer Suche.

Der Prozessor stammt von Qualcomm und ist mit 400 MHz getaktet - es stehen 256 MByte ROM und 128 MByte RAM zur Verfügung. Der Speicher kann mittels Micro-SD-Karten aufgestockt werden. Zudem unterstützt das Smartphone WLAN 802.11b/g und Bluetooth. Mit Hilfe eines integrierten GPS-Empfängers kann das Mobiltelefon zur Ortung verwendet werden. T-Mobile legt dem Gerät aber offenbar keine Offline-Navigationssoftware bei. Im Gegensatz zum MDA Vario II verfügt der Neuling nicht mehr über eine Infrarotschnittstelle.

Der MDA Vario III soll mit einer Akkuladung ein 6-Stunden-Dauertelefonat absolvieren können und bis zu 16,5 Tage im Stand-by-Betrieb verharren, bevor er wieder an die Steckdose muss. Bei aktivierter WLAN- und GPS-Funktion wird sich die Akkulaufzeit aber vermutlich drastisch verkürzen.

T-Mobile will das Windows-Mobile-Smartphone MDA Vario III im September 2007 auf den Markt bringen. Einen Preis konnte der Anbieter noch nicht nennen.

Dienstag, 10. Juli 2007

Samba steigt auf General Public License 3 um

Das Projekt Samba wird mit dem nächsten Release des Datei- und Drucker-Servers für Linux und Windows auf die unter der neuen GPLv3 und deren abgespeckte Variante LGPLv3 erscheinen. Um die Neuerung deutlicher zu machen, hat die Entwicklergruppe einen Versionssprung beschlossen. Statt der nächsten vorgesehenen Version 3.0.26 erscheint gleich das Release 3.2.0. Alle bisherigen Varianten, also, die mit der Nummer 3.0.x oder niedriger bleiben unter der alten GPLv2.

Anwender können weiter mit älteren Samba-Versionen arbeiten, für die es – wie bisher – Sicherheits-Fixes geben wird, bis sie nicht mehr weit verbreitet sind. Allerdings wird es neue Samba-Features nur noch unter der GPLv3 geben. Außerdem wird man mit Programmen auf Basis von GPLv2 oder LGPLv2 nicht mehr die Libraries von Samba 3.2 (und künftigen Versionen) adressieren können. In solchen Fällen wird ein eigener Wechsel auf die GLPv3 oder deren L-Ausgabe zwingend erforderlich. Ansonsten ändert sich für Entwickler, die an Samba arbeiten, nichts; denn sie haben ihren Code bisher schon "für jede spätere Version der GPL" beigetragen.

Das Samba-Team betont, es übernehme mit der GPLv3 deren Vorkehrungen gegen "diskriminierende" Patentabkommen nach Art des Novell-Microsoft-Vertrags, die nach dem 28. März 2007 geschlossen wurden. "Samba-Distributoren, die solche Abkommen über Patentzusicherungen nach diesem Stichtag abgeschlossen haben, besitzen kein Recht zum Vertrieb irgendwelcher Samba-Versionen unter der GPLv3 (Samba 3.2 oder jünger)." Damit kann Novell weiterhin aktuelle Samba-Varianten vertreiben. Aber Xandros und Linspire, deren Verträge mit Microsoft jüngeren Datums sind, dürfen nur noch alte Versionen bis zum Release 3.0.x verwenden.

FileMaker 9 mit SQL-Anbindung und vereinfachter Bedienung

Filemaker bringt heute mit Filemaker 9 eine neue Version seiner Desktop-Datenbank-Software für Windows und Mac auf den Markt. Zur Verfügung stehen die Versionen Pro, Pro Advanced, Server und Server Advanced.

Zu den Neuerungen zählt der Direktstart-Bildschirm, auf dem Anwender favorisierte Seiten hinterlegen und direkt auf Videos im Filemaker-Learning-Center zugreifen können. Auch bei der gemeinsamen Nutzung von Datenbanken hat sich einiges getan: Es genügt jetzt, einen Link an andere Filemaker-Nutzer zu mailen, der durch simples Anklicken den Zugang zur eigenen Datenbank ermöglicht.

Mit den neuen PHP-Features Advanced können sowohl PHP-unerfahrene Nutzer wie auch Web-Entwickler Informationen auf externen Webseiten publizieren, Angaben über Online-Besucher sammeln und neue Lösungen kreieren. Ebenfalls in Version 9 eingeführt wurde eine bedingte Formatierung, dank derer sich ausgewählte Datenfelder benutzerdefiniert formatieren lassen.

Mit Version 9 greifen Anwender nun auch auf externe SQL-Datenbanken zu. Je nach Freigabe und Berechtigung können Daten extrahiert und wieder zurückgeschrieben werden. Aktuell werden My SQL, Oracle SQL und Microsoft SQL Server unterstützt.

Die beiden Serverversionen von Filemaker zeichnen sich durch eine komplett modernisierte Adminkonsole aus, mit der sich Herstellerangaben zufolge Server-Software unkompliziert einrichten und verwalten lässt.

Filemaker Pro 9 kostet 415 Euro, der Preis für Filemaker Pro 9 Advanced beträgt 594 Euro. Filemaker Server 9 ist für 1189 Euro erhältlich, für die Server-9-Advanced-Version sind 2974 Euro zu zahlen. Die englischen Versionen sind ab sofort verfügbar, die deutsche Ausgabe erscheint am 2. August.

Windows Vista Service Pack 1 soll ReadyBoost-Fehler beheben

Seit geraumer Zeit gibt es Gerüchte darüber, dass die in Windows Vista integrierte Beschleunigungsfunktion ReadyBoost, mit der ein Flash-Speicher zum Ablegen häufig benötigter Programmdaten genutzt werden kann, in der aktuellen Ausgabe des Betriebssystems möglicherweise nicht richtig funktioniert.

Jetzt hat ein Microsoft-Mitarbeiter die Probleme in seinem Blog indirekt bestätigt und angekündigt, dass der von ihm festgestellte Fehler wahrscheinlich mit dem ersten Service Pack für Windows Vista behoben wird. Konkret geht es um einen Fehler bei der Nutzung des Stand-By oder Ruhezustands bei einem Gerät mit einem ReadyBoost-Laufwerk.

Nach Angaben von Robert Hensing von Microsoft kann es vorkommen, dass der Rechner ungewöhnlich lange für die Rückkehr aus dem Stand-By oder Ruhezustand benötigt. Das System kann dann für einen Zeitraum von mehreren Minuten kaum genutzt werden, während die Festplatte dauerhaft aktiv ist.

Das Problem besteht ganz offensichtlich darin, dass der für die Verschlüsselung der Programmdaten auf dem Flash-Speicher benötigte Key verloren geht, wenn der jeweilige PC in den Stand-By oder Ruhezustand versetzt wird. Das Betriebssystem kann dann nach dem "Aufwecken", nichts mit den ausgelagerten Daten anfangen und beginnt erneut, diese auf das Laufwerk zu schreiben, wodurch der Rechner voll ausgelastet werden kann, so Hensing.

Wird kein ReadyBoost-Speicher verwendet, treten die Probleme nicht mehr auf. Laut Hensing will Microsoft den als schwerwiegend zu betrachtenden Fehler mit dem Service Pack 1 für Windows Vista beseitigen. Er persönlich wolle vorerst auf die Nutzung von ReadyBoost verzichten, bis das entsprechende Update mit dem Service Pack veröffentlicht wird.

Montag, 9. Juli 2007

Sony senkt Preis für die PlayStation 3

Die Standard-Spielekonsole mit einer 60-Gigabyte-Festplatte soll am weltgrößten Markt um 100 Dollar oder 17 Prozent billiger werden, wie der japanische Elektronikkonzern am Montag ankündigte. „Wir erwarten, dass sich der Absatz dadurch verdoppelt“, sagte Jack Tretton, Chef von Sony Computer Entertainment America. Für Europa sind bislang keine solchen Preissenkungspläne bekannt.

Der neue Preis von 500 Dollar liegt rund 20 Dollar über dem für die teuerste Version der Xbox von Microsoft. Zudem kostet die PS3 noch immer doppelt so viel wie Nintendos-Verkaufsschlager Wii, der mit einer innovativen Steuerung punkten kann. Dennoch zeigten sich Branchenexperten überzeugt, dass die Preissenkung mehr Käufer für die mit modernster Technologie voll gestopfte PS3 anlocken wird. Michael Pachter, Analyst bei Wedbush Morgan, hält eine Verdopplung zwar für übertrieben, rechnet aber mit einer Steigerung der Verkäufe um 50 Prozent auf dann 120.000 Stück im Monat. Das Wichtigste sei, dass Sony mit dem Schritt den Verbrauchern entgegenkomme und die Kosten offenbar allmählich in den Griff kriege. Die Absatzprobleme mit der PS3 bescherten der Spielesparte von Sony zuletzt tiefrote Zahlen.

Erst Ende vergangener Woche hatte Sony-Präsident Ryoji Chubachi erklärt, der Konzern plane derzeit keine Preissenkungen. Dennoch rechneten viele Analysten wenige Tage vor Beginn der Branchenmesse E3 in Santa Monica mit einem solchen Schritt. Sowohl die Xbox als auch die Wii verkaufen sich in den USA deutlich besser als die PS3. So können Interessenten beispielsweise das Nintendo-Gerät, das seit acht Monaten auf dem Markt ist, oftmals gar nicht kaufen, weil es in den Läden vergriffen ist. Zuvor hatte Sony mit dem Vorgängermodell, der PlayStation 2, noch jahrelang den Markt für Spielekonsolen mit einem Gesamtvolumen von 30 Milliarden Dollar dominiert.

Wir haben die Produktionsprobleme hinter uns gelassen und können nun die Einsparungen in diesem Bereich an unsere Kunden weitergeben“, sagte Sony-Manager Tretton. Sony hatte die PS3, die unter anderem auch einen DVD-Spieler auf Basis des hoch auflösenden Standards Blu-Ray beinhaltet, Ende vergangenen Jahres auf den US-Markt gebracht. Der hohe Preis und ein Mangel an attraktiven Spielen sorgten aber von Anfang an für eher schwache Nachfrage. Zudem lief die Produktion nur schleppend an, weshalb der Konzern auch den Marktstart in Europa auf März verschieben musste. In Deutschland kostet das Standard-Gerät 599 Euro. Üblicherweise werden die Preise in den verschiedenen Märkten nicht gleichzeitig, sondern nach und nach angepasst.

Sony setzt nun darauf, rechtzeitig vor Beginn des wichtigen Weihnachtsgeschäfts viele Verbraucher umzustimmen. Die Japaner bringen auch eine neue Version der größeren PS3 mit einer Festplatte von 80 Gigabyte auf den Markt. Zudem setzt Sony auch darauf, von den jüngst eingeräumten Reparaturproblemen bei der Xbox profitieren zu können. „Wir sind besonders stolz darauf, dass die PS3 die geringsten Ausfallraten aller Playstations hat - das ist absoluter Goldstandard“, betonte Tretton. Wegen der jüngsten Negativ-Schlagzeilen mit der Xbox rechnen Experten damit, dass Microsoft bald mit niedrigeren Preisen nachziehen wird. Für Japan, wo die Xbox-Verkäufe dem Absatz der Konkurrenzgeräte hinterherlaufen, hat der Konzern nach Angaben des dortigen Chefs aber vorerst keine solchen Pläne.

Freitag, 6. Juli 2007

Microsoft verfehlt Verkaufsziel für Xbox 360 knapp

Microsoft hat das selbst gesteckte Ziel von insgesamt 12 Millionen verkauften Exemplaren der Spielkonsole Xbox 360 bis Ende Juni knapp verfehlt. Wie das Unternehmen eine knappe Woche vor Eröffnung der Branchenmesse E3 in Santa Monica (US-Bundesstaat Kalifornien) gegenüber Analysten mitteilte, hat der Softwareriese bisher 11,6 Millionen Xboxen verkauft. Dennoch ist Microsoft mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden – auch wenn das Unternehmen die Prognose von ursprünglich 15 Millionen Stück zwischenzeitlich auf 12 Millionen senken musste. Branchenbeobachter machen unter anderem die starke Konkurrenz durch Nintendos Wii für die schleppender verlaufenden Verkäufe verantwortlich.

Die Xbox 360 ist seit November 2005 im Handel und beschert der Entertainment-Sparte des Konzerns bisher vor allem Verluste. Da ist wenig hilfreich, dass Microsoft jetzt noch eine gute Milliarde US-Dollar beiseite legen muss, um eine erweiterte weltweite Garantie für die offenbar anfällige Konsole zu finanzieren. Nach wiederholten Beschwerden über ein Versagen der Konsole hatte der Konzern gestern Probleme mit der Hardware eingestanden und die Garantie für Hardwarefehler auf drei Jahre ausdehnt. Von der erweiterten Haftung werden auch Kunden erfasst, die nach Ablauf der bisherigen Garantiezeit für eine Reparatur des fraglichen Fehlers bezahlt haben; Microsoft erstattet die Kosten auch rückwirkend.

Das Problem ist nicht neu. Bereits im vergangenen September hatte Microsoft betroffenen Kunden der ersten Generation der Xbox 360 (bis zum Herstellungsdatum 1. Januar 2006) kostenlose Reparaturen angeboten und die Garantie zwei Monate später auf ein Jahr verlängert. Damals wie heute meldete sich die Konsole mit dem so genannten "Red Ring of Death" einfach ab, benannt nach dem Farbcode im Leuchtring um den Einschaltknopf, mit dem die Xbox ein Hardwareproblem signalisiert. Bei einigen Händlern soll jede dritte Konsole defekt gewesen sein, heißt es in US-Medienberichten, in Einzelfällen hätten Kunden ihre Xbox bis zu acht Mal umtauschen müssen.

Doch während Microsoft seine Kunden einigermaßen großzügig entschädigt, ist der Konzern mit Details zu dem Problem umso geiziger. Offiziell hatte Microsoft die genaue Ausfallrate nie bestätigt. Peter Moore, der Chef der Sparte für interaktives Entertainment und damit oberster Xbox-Boss, spricht auch heute nur von einer "inakzeptabel" hohen Quote, ohne eine genaue Zahl nennen zu wollen. Zu den Spekulationen von Analysten sagt Moore ebenfalls nicht. Die gehen angesichts der enormen Summe, die Microsoft zur Beseitigung des Problems in die Hand nehmen will, davon aus, das bis zu ein Viertel der bisher verkauften Konsolen betroffen sein könnte.

Gegenüber dem Branchendienst GamesIndustry.biz wollte Moore auch zu den möglichen Ursachen nichts sagen – zum Beispiel, ob die Box ein Hitzeproblem habe und nun einen zweiten Kühlkörper bekomme. Von einer bestimmten Ursache – und damit einem möglichen Designfehler – will Moore nichts wissen. "Es gibt viele verschiedene Probleme, die kombiniert am Ende in den drei blinkenden roten Ringen am Einschaltknopf der Konsole enden können, keine spezifische Ursache".

Donnerstag, 5. Juli 2007

Toshiba klagt gegen DVD-Produzenten

Toshiba hat am 4. Juli Klage gegen die EDD Bizz GmbH wegen Patentverletzung und Verstoß gegen Lizenzbedingungen eingereicht, berichten Mediendienste.

Die Klägerin beantragte, laut Mitteilung des Unternehmens, eine einstweilige Verfügung, mit der EDD die Herstellung von DVD-Videos in Deutschland untersagt wird. Gleichzeitig bekam EDD die Entscheidung zugestellt, dass es für seine Verletzung von Toshibas DVD-Patenten für Schadensersatz haftbar gemacht wird. Den Angaben zufolge habe EDD keine Lizenzvereinbarungen mit Toshiba oder der DVD6C-Lizenzgruppe abgeschlossen und in Deutschland ohne Genehmigung die Herstellung und den Verkauf von DVD-Videos betrieben.

Mittwoch, 4. Juli 2007

"Live Earth"-Konzert aus Hamburg in HDTV

war ist die ProSiebenSat.1 Produktion für die Übertragung des Hamburger "Live Earth"-Konzerts am 7. Juli in die ganze Welt zuständig und produziert auch ein HDTV-Signal. TV-Zuschauer in Deutschland werden dieses aber nicht auf dem HDTV-Kanal ProSieben HD zu sehen bekommen. Dies bestätigte Christian Garrels von der ProSiebenSat.1-Produktion auf Anfrage. Denn die Aufgaben der ProSiebenSat.1 Produktion und die Übertragung auf den Sendern ProSieben und N24 sind zwei verschiedene Dinge. Das eine ist der Live-Feed, den die ProSiebenSat.1-Produktion vom Hamburger Konzert an TV-Sender in der ganzen Welt übertragt. Das andere sind die eigens produzierten Sendungen, die auf ProSieben und N24 zu sehen sind.

In der Hamburger Arena ist die ProSiebenSat.1 Produktion mit ihrer Abteilung Außenproduktion & Leitungsmanagement als technischer Dienstleister für den Host Broadcaster ProSieben Television mit insgesamt 14 Kameras im Einsatz. Sie gewährleistet die komplette Infrastruktur zur Produktion. Dazu zählen unter anderem Produktions- und Aufnahmeleitung, Organisation der Übertragungswagen und Satellite News Gathering (SNG) sowie Bereitstellung des Kamerapersonals. Im Playout Center am Standort München laufen darüber hinaus alle HD-Signale der weltweiten "Live Earth"-Konzerte zusammen und werden von hier aus an ProSieben und N24 weitergeleitet.

Der Nachrichtensender N24 überträgt bereits ab 3.10 Uhr morgens live von allen neun Konzerten. Der Sender ProSieben berichtet am 7. Juli von 17.00 bis 20.15 Uhr und von 23.15 Uhr bis 3.00 Uhr von dem weltweiten Musikereignis. Auf ProSieben HD wird nur das herunterkonvertierte SD-Signal zu sehen sein, immerhin voraussichtlich in 16:9. Ob es zumindest auch einen unverschlüsselten HDTV-Feed zur Übertragung an die Sender im Ausland geben wird, über den man das Hamburger Konzert vielleicht doch live in HDTV betrachten kann, ist nicht bekannt.

Die britische BBC überträgt das Londoner "Live Earth"-Konzert in HDTV über den Satelliten Astra 2D auf 28.2° Ost, der zumindest im Westen Deutschlands gut empfangen werden kann.

Panasonic mit 4fach-Blu-ray-Discs

Panasonic kündigte heute die Einführung von zweischichtigen Blu-ray-Medien an, die ein Brenner mit 4facher Geschwindigkeit beschreiben kann.

Laut Hersteller entspricht dies einer maximalen Datentransfer-rate von 18 MByte pro Sekunde beziehungsweise 1 GByte pro Minute. Dies soll durch eine präzisere Produktion und eine neue Phasenwechsel-Speichertechnik möglich sein.

Die 4x-Blu-ray-Medien vom Typ LM BR25LDE (25 GByte) sollen demnächst verfügbar sein. Die 50-GByte-Version LM BR50LDE soll im September in die Läden kommen. Preise nannte Panasonic noch nicht.

"DVD-Jon" knackt die iPhone-Registrierung

Ohne eine Aktivierung beim Service-Provider lässt sich mit einem frisch gekauften iPhone rein gar nichts anfangen - so ist es von Apple zumindest beabsichtigt. Dem norwegischen Hacker Jon Lech Johansen ist es nach eigenen Angaben nun aber gelungen die Aktivierung des Apple-Handys auszutricksen und so zu ermöglichen, dass sich das Gerät - eingeschränkt - auch ohne Zwei-Jahres-Vertrag mit AT&T benutzen lässt.

Trickreich
Um dies zu ermöglichen hat er einen eigenen Aktivierungsserver geschrieben, der das iPhone freischaltet. Telefonieren kann man damit dann zwar nicht - immerhin fehlt die Anbindung an den Service Provider - die Internetnutzung per WLAN und die Musik- und Videoplayerfunktionen lassen sich laut Johansen aber im vollen Umfang benutzen.

Background
Johansen ist in der Vergangenheit als "DVD-Jon" in die IT-Geschichte eingegangen. Mit DeCSS hatte er in ein paar Code-Zeilen als erster die DVD-Verschlüsselung geknackt, und die Filmindustrie düpiert. Jahrelange Rechtsstreitigkeiten sollten folgen.

Sicherheit
Johansen ist aber bei weitem nicht der einzige Hacker, der sich in den letzten Tagen mit dem iPhone beschäftigt hat: In einem Wiki werden die bisher erzielten Erkenntnisse über die Apple-Hardware gesammelt.

Zugang
Demnach ist es bereits gelungen die Passwörter für den Root und den Mobile-Account des Gerätes zu knacken, keine sonderlich schwere Aufgabe waren sie doch nur mit dem veralteten DES-Cipher verschlüsselt. Bislang hat das Wissen der Passwörter "alpine" bzw. "dottie" aber noch wenig praktischen Nutzen, um damit etwas anfangen zu können, müsste man erst einmal direkten Zugriff auf das Gerät erlangen.

Bugs
Dies könnte aber über andere Lücken ermöglicht werden: So berichtet Errata Security davon, dass der mitgelieferte Safari noch einige der unlängst in der Windows-Version des Apple-Browsers beseitigten Bugs enthält. Über einen davon soll sich sogar ein Buffer Overflow produzieren lassen, in Folge dessen sich auch eine begrenzte Kontrolle über das Handy erzielen lässt. So sei es etwas möglich von außen das iPhone zum Wählen kostenpflichtiger Mehrwertnummern zu bringen.

Absturz
Ein weiterer Bug soll sich in der Bluetooth-Komponente befinden, über diesen kann das Gerät zum Absturz gebracht werden. Allgemein gibt Errata dem iPhone aber recht gute Noten in Hinblick auf Sicherheitsfragen, vor allem im Vergleich zu herkömmlichen Smartphones. Dies auch deswegen, weil Apple über die iTunes-Anbindung schnell Updates nachliefern könne.
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