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Freitag, 3. August 2007

Telefonieren im Ausland bleibt für viele teuer

Einen Monat nach Inkrafttreten der EU-Verordnung für niedrigere Gebühren sind erst rund 35 Millionen Handy-Kunden auf den so genannten Eurotarif umgestellt worden, wie eine Umfrage bei großen Mobilfunkanbietern ergab. Das sind rund 40 Prozent aller Handy-Kunden in Deutschland. Die meisten anderen Nutzer müssen sich noch bis mindestens Ende August gedulden. Die am 30. Juni in Kraft getretene EU-Verordnung schreibt vor, dass Anrufe aus dem EU-Ausland nach Hause nicht mehr als 58 Cent pro Minute kosten dürfen.

Der zweitgrößte deutsche Mobilfunkanbieter Vodafone stellte am Sonntag rund 20 Millionen Verträge seiner rund 30 Millionen Kunden auf den neuen Tarif um, wie eine Sprecherin bestätigte. Bei Vodafone telefonieren die verbleibenden rund zehn Millionen Kunden bereits mit dem konzerneigenen Auslands-Handytarif „Reiseversprechen“, der nach Einschätzung von Verbraucherschützern ebenfalls relativ günstige Preise für Auslands-Telefonate bietet.

Marktführer T-Mobile hatte schon am 1. Juli rund 13 Millionen Verträge seiner 33 Millionen Kunden auf den neuen Tarif umgestellt. Zudem sind in den vergangenen zwei Wochen nochmals Verträge von zwei Millionen Kunden umgestellt worden, die sich aktiv um den neuen Tarif bemüht hatte, wie ein T-Mobile-Sprecher sagte. Die verbleibenden 20 Millionen Kunden müssen bis Oktober warten, um in den Genuss der neuen Tarife zu kommen.

Der drittgrößte Mobilfunkanbieter E-Plus will den sieben Millionen Kunden, die mit einer Guthaben-Karte telefonieren, vom kommenden Mittwoch an die neuen Tarife für Gespräche im Ausland berechnen. Jedoch müssen alle E-Plus-Kunden mit Laufzeit-Verträgen noch bis Ende August auf die Umstellung warten. E-Plus hatte kürzlich die Ankündigung zurückgezogen, auch einen Teil der Laufzeit-Verträge zum 1. August umzustellen. Der viertgrößte Mobilfunkanbieter O2 will die Verträge seiner elf Millionen Kunden erst Ende August umstellen.

Zu den Kunden der vier Konzerne werden in diesem Fall auch jene gerechnet, die ihren Vertrag bei einem Zweitanbieter wie Arcor oder Debitel abgeschlossen haben. Die Kunden sind nicht gleichzusetzen mit Handy-Nutzern. Denn viele Menschen in Deutschland besitzen bereits zwei oder mehr Mobiltelefone.

Ein Anruf aus dem Ausland nach Deutschland kostet mit dem neuen Eurotarif maximal 49 Cent pro Minute. Einschließlich Mehrwertsteuer sind das 58 Cent. Eingehende Anrufe kosten höchstens 24 Cent, mit Steuer rund 29 Cent pro Minute. Binnen drei Jahren sinken die Preise mit Steuern auf 51 Cent beziehungsweise 22 Cent.

In den nächsten Tagen will die EU-Kommission im Internet namentlich veröffentlichen, welche Firmen gegen die neuen Regeln verstoßen und welche sich besonders vorbildlich verhalten. Damit will die Behörde Firmen an den Pranger stellen, die ihren Kunden nicht wie vorgeschrieben bis Ende Juli die neuen Tarife schriftlich angeboten haben. Die Kommission will bis spätestens Ende 2008 prüfen, ob die Regeln für die Kunden eine Verbesserung bedeuten. Ansonsten erwägt die EU-Kommission nach eigenen Angaben die Verordnung zu verschärfen.

Wer im August in den Urlaub fährt und noch nicht auf den EU-Tarif umgestellt ist, kann sich für spezielle Ferientarife entscheiden. Oder kann bewährte Faustregeln beachten: So sollte die Mailbox ausgeschaltet bleiben, da Anrufe aus dem Ausland dorthin oft extrem teuer sind. Und wann immer möglich, sollten SMS geschrieben werden, die auch aus dem Ausland vergleichsweise günstig sind.

Handy und Internet billiger - Festnetz teurer

Der Trend zu Preissenkungen für die Nutzung von Internet und Mobilfunk und zu Preissteigerungen beim Festnetz setzt sich fort. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lagen die Preise für die Internetnutzung im Juli um 5,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vormonat seien die Preise um 0,4 Prozent gefallen.

Das Mobiltelefonieren wurde den Statistikern zufolge gegenüber Juli 2006 um 2,8 Prozent billiger. Im Vergleich zum Juni hätten die Kosten um 0,5 Prozent nachgegeben. Bereits im Juni waren die Kosten für Internetnutzung und Mobiltelefonieren im Jahresvergleich deutlich gesunken.

Dagegen stiegen die Kosten für das Telefonieren im Festnetz der Statistik zufolge im Juli weiter an. Nachdem bereits im Juni auf Jahressicht eine Verteuerung festgestellt worden war, hätten die Kosten im Juli gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent zugenommen. Im Vergleich zum Vormonat seien die Kosten um 0,1 Prozent gefallen.

Insgesamt wird Telekommunikation teurer
Insgesamt waren die Telekommunikationsdienstleistungen - also Festnetz, Mobilfunk und Internet - im Juli laut Statistik um 0,3 Prozent teurer als ein Jahr zuvor.

Mittwoch, 25. Juli 2007

iPhone hat schlechten Verkaufsstart hingelegt

Wie die "Welt" berichtet, fielen daraufhin die Apple-Aktien teilweise um fünf Prozent. Zuvor hatte AT&T, der exklusive Vertriebspartner in den USA, in seiner Geschäftsbilanz bekanntgegeben, dass in den ersten beiden Verkaufstagen anstatt der von Branchenexperten erwarteten 500 000 iPhones nur 146 000 Stück verkauft wurden. Allerdings konnte der Telekommunikationskonzern wohl anfangs nicht alle verkauften Geräte freischalten, was bedeutet, dass die Zahlen wohl höher liegen dürften.

AT&T beruhigte die Anleger mit der Aussage, dass erst die nächsten Quartalszahlen eine Standortbestimmung geben können. Das iPhone kam am 29. Juni, also zwei Tage vor Quartalsende, in den Verkauf.

Eventuell überdenkt Apple nun die Verkaufsstrategie, exklusiv nur mit einem Partner zusammenzuarbeiten. So mehren sich die Anzeichen, dass Apple in Deutschland sein iPhone über mehrere Unternehmen vertreiben wird. Derzeit sind Gravis und Karstadt im Gespräch, auch Media Markt hat zumindest eine Online-Werbung für das iPhone geschaltet. Branchen-Insider spekulieren nun, ob das iPhone in Deutschland bei mehreren Mobilfunkbetreibern angeboten wird.

Motorola will Handys mit Miniprojektoren ausrüsten

Die Displays von Mobiltelefonen und anderen tragbaren Geräten schrumpfen ebenso wie die Gehäuse der Geräte. Da die mobilen Endgeräte aber immer populärer werden, suchen die Hersteller fieberhaft nach Möglichkeiten, die Inhalte an die kleinen Bildschirme anzupassen.

Anfang des Jahres wurden erstmals Projektoren im Kleinstformat vorgestellt, die klein genug sind, um zum Beispiel in ein Handy oder Notebook integriert zu werden. Jetzt sollen die Konzepte tatsächlich in Form von echten Produkten umgesetzt werden.

Zu diesem Zweck hat der Handyhersteller Motorola eine Kooperation mit der Firma Microvision geschlossen, die mit dem sogenannten PicoP einen kleinen Projektor für Handys anbietet. Der PicoP basiert auf Lasertechnologie, mit deren Hilfe der Bildschirminhalt auf eine beliebige Oberfläche projiziert wird.

Zunächst will man einen Prototypen entwickeln. Dazu soll der PicoP in einem Motorola-Handy eingebaut werden. Die Auflösung soll sich dann auch 854x480 Pixel belaufen. Letztenendes will man die Wiedergabe von Multimediainhalten mit kleinen tragbaren Endgeräten angenehmer machen.

Wann Motorola ein erstes Handy mit eingebautem Projektor auf den Markt bringen will, teilten die beiden Partner zunächst nicht mit.

Dienstag, 24. Juli 2007

Karstadt verkauft das Iphone

Interessenten werden das Iphone in Deutschland bei Karstadt kaufen können. Das berichtet die Wirtschaftswoche. Ob mit oder ohne Vertrag, stehe jedoch noch nicht fest, sagte ein Karstadt-Sprecher.

Auch der größte deutsche Fachhändler für Apple-Produkte, Gravis, führt bereits Verhandlungen mit Apple und diversen Mobilfunkanbietern. Bereits seit dem 16. Juli können Interessierte in den Münchner, Berliner und Hamburger Gravis-Niederlassungen das Iphone ansehen. Gravis führt hierzulande 29 Filialen sowie einen Onlineshop.

Zu den Anbietern des Iphone gehört offensichtlich auch Mediamarkt. Zumindest informiert der Shop auf seiner Webseite übers Iphone.

Montag, 23. Juli 2007

Kandy Mobile: Kinder-Handy und Intern-Flatrate

Starten soll der Dienst zu Beginn des Schuljahres 2007/2008. Neben einer Kostenkontrolle soll das spezielle Kandy-Mobile-Handy davor gefeit sein, dass Inhalte auf das Mobiltelefon gelangen, die nicht für Kinder geeignet sind.

Die Kandy Mobile AG bringt das Kandy-Mobile-Starterpaket im September 2007 zum Preis von 49,95 Euro in den Handel. An den Kauf ist der Abschluss eines 2-Jahresvertrags gekoppelt, die Einrichtungsgebühr beträgt 24,95 Euro. Im Monatspreis von 12,90 Euro sind alle Telefonate und Kurzmitteilungen zwischen Kandy-Mobile-Nutzern abgedeckt. Dabei wird das Mobilfunknetz von E-Plus verwendet.

Im Grundgebührpreis sind außerdem alle Anrufe zu zwei frei zu wählbaren Festnetzrufnummern enthalten. Damit können Kinder die Eltern oder eine andere Bezugsperson jederzeit erreichen, ohne dass weitere Kosten anfallen. Leider sind hier nur Anrufe ins deutsche Festnetz enthalten. Falls der Sprössling die Eltern auf dem Mobiltelefon erreichen will, fallen weitere Gebühren an, sofern die Eltern nicht ebenfalls einen Kandy-Mobile-Vertrag abgeschlossen haben.

Gespräche in alle deutsche Mobilfunknetze und ins deutsche Festnetz kosten jeweils 29 Cent in der Minute. Hierbei wird eine 60/10-Taktung verwendet. Dies bedeutet, die erste Minute wird in jedem Fall voll abgerechnet, danach geht es in 10-Sekunden-Schritten weiter. Kurzmitteilungen an andere Kandy-Mobile-Nutzer sind kostenlos. Ansonsten fallen 19 Cent für den Versand einer 160 Zeichen langen SMS an. Der Kandy-Mobile-Dienst deckt auch die Ortung des Mobiltelefons ab, das für eine einzelne Ortung 49 Cent kostet.

Zum Lieferumfang des Kandy-Mobile-Pakets gehört neben dem Kandy-Mobile-Mobiltelefon ein Ladegerät, ein USB-Kabel, ein Kopfhörer mit Freisprechfunktion und Software, um Inhalte via PC auf das Handy zu übertragen. Das Paket soll im September 2007 in den Handel kommen und kann bereits über die Kandy-Mobile-Homepage vorbestellt werden.

Gibt es Apples iPhone bei Media Markt?

In den USA gibt es das Apple-Handy außer bei AT&T nur in den Apple-Shops. Da es in Deutschland noch keine Apple-Läden gibt, fragten sich Branchenbeobachter bereits, welches Vertriebskonzept Apple in Deutschland umsetzen wird. Der Apple-Händler Gravis malt sich für den deutschen Markt gute Chancen aus, das iPhone über ihre Shops anbieten zu können - in Ermangelung entsprechender Apple-Läden.

Allerdings kooperiert Apple in Deutschland seit 1999 mit Media Markt und setzt in den Elektronikmärkten ein so genanntes Shop-in-Shop-Konzept um. Innerhalb der Media-Markt-Filialen gibt es spezielle Bereiche, wo Kunden Apple-Produkte erwerben können. Daher überrascht es auch wenig, falls es das iPhone künftig bei Media Markt in Deutschland geben wird.

Überraschend ist aber, wie Media Markt hier an die Öffentlichkeit geht und Apple quasi die Show stiehlt. Die Media-Markt-Webseite verrät allerdings keine weiteren Details zum deutschen iPhone-Start. So ist weiter offen, wann das Apple-Handy in Deutschland erscheint und wie viel Geld Kunden dafür hinblättern müssen. Gerüchte besagen, dass das iPhone ab dem 1. November 2007 nach Deutschland kommt.

Ein 7-seitiger Testbericht zum iPhone auf Golem.de klärt über die Stärken und Schwächen des Apple-Handys auf.

Nachtrag vom 23. Juli 2007 um 12:15 Uhr:
Wie eine Sprecherin von Media Markt auf Rückfrage von Golem.de mitteilte, ist das Bewerben des iPhone auf den Media-Markt-Seiten kein Indiz dafür, dass das Apple-Handy auch bei Media Markt zu finden sein wird. Die Sprecherin begründete die iPhone-Webseiten damit, dass der Konzern öfter mal Produkte bewerbe, die Media Markt selbst nicht im Angebot habe, die aber stark diskutiert werden. Von Media Markt gab es keine Bestätigung dafür, dass der Elektronikmarkt das iPhone in Deutschland verkaufen wird.

Bericht: O2 plant Mobilfunkflatrate für 80 Euro

Der Mobilfunkanbieter O2 plant einem Bericht des Focus zufolge einen Flatrate-Tarif für Gespräche in alle Netze, der monatlich 80 Euro kosten soll. Das Magazin beruft sich dabei aus Informationen aus dem Unternehmen. O2 hatte zuvor angekündigt, in der kommenden Woche neue Mobilfunktarife und eine neue Produktstrategie vorstellen zu wollen.

Damit bliebe O2 unter dem Preis, den der Pauschaltarif für alle Netze bei der neuen Telekom-Marke Congstar hat. Eine Kombination aller Flatrate-Pakete beim renovierten Billiganbieter der Bonner kostet knapp 85 Euro. Der neue O2-Tarif unterbietet auch die bisher von Freenet und E-Plus (Base) erhältlichen Flatrates, die beide rund 90 Euro kosten. Vorausgesetzt, die Informationen des Focus sind korrekt: Im Vorfeld des Congstar-Starts hatte das Magazin dessen Flatrate auf 55 Euro beziffert.


Freitag, 20. Juli 2007

Motorola rutscht am Handy-Weltmarkt auf Platz drei ab

Der US-Handyhersteller Motorola ist am Weltmarkt auf Platz drei hinter den koreanischen Rivalen Samsung Electronics abgerutscht. Motorola gab am Donnerstag wie angekündigt einen Netto-Verlust und einen Umsatzeinbruch im Quartal bekannt.

Die Handy-Verkäufe des bisherigen Branchenzweiten sanken von 45,5 auf 35,5 Millionen. Dies entspricht einem Marktanteil von nur noch 13,5 Prozent. Samsung lieferte in den vergangenen drei Monaten 37,4 Mio. Geräte aus und zog damit am US-Konkurrenten vorbei.

Motorola machen vor allem der Preiskampf mit Samsung und Marktführer Nokia sowie auch eine als veraltet kritisierte Modellpalette zu schaffen.

Der Umsatz brach im in den vergangenen drei Monaten um rund ein Fünftel auf 8,7 Mrd. Dollar ein. Der Quartalsverlust aus dem fortgeführten Geschäft betrug 38 Mio. Dollar nach einem Gewinn von 1,35 Mrd. Dollar ein Jahr zuvor.

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Für nächstes Jahr setzt Motorola neben neuen Handys auch auf Einsparungen. Finanzchef Tom Meredith bekräftigte, dass mittels Stellenabbau und anderer Massnahmen die Kosten 2008 um eine Milliarde Dollar gesenkt werden sollen.

Nokia beschleunigt Handy-Navigation

Der Handyhersteller Nokia hat angekündigt, seine GPS-Handys künftig mit einer zusätzlichen Assisted-GPS-Lösung (A-GPS) auszurüsten. Dadurch sollen Mobiltelefone mit integriertem GPS-Empfänger ihre Position schneller bestimmen können. "Das erste Gerät mit dem kombinierten GPS-Service ist der Nokia 6110 Navigator, der seit zwei Wochen auf dem Markt ist", erklärt Nokia-Sprecherin Barbara Fürchtegott im Gespräch mit pressetext. Besitzer des N95 können den Service per Software-Update nachrüsten.

Time to first Fix wird verkürzt
Mit A-GPS wird die Zeit zur ersten Positionierung durch den GPS-Empfänger (Time to first Fix - TTFF) deutlich verkürzt. Dazu werden Informationen des Mobilfunknetzes genutzt. Erste, verwertbare Daten liefert der A-GPS-Applikation die Mobilfunkzelle, in die das Handy eingebucht ist. Weiters präzisiert wird der Aufenthaltsort durch Messung der Signallaufzeiten zu benachbarten Mobilfunkmasten. Nokia weist darauf hin, dass die Nutzung von A-GPS nur in Verbindung mit einem Datenservice des Netzbetreibers möglich ist. Dabei fallen etwa sieben Kilobyte an Daten an, so Fürchtegott.

Benutzerfreundlichkeit verbessern
Nokia will mit dem A-GPS-Upgrade der Geräte die Bedienerfreundlichkeit von Navigationsdiensten verbessern. Vor allem ortsbasierte Dienste (LBS - Local Based Services), wie der Nokia-eigene Service Nokia Maps sollen von der Beschleunigung profitieren. "Die Verkürzung der Wartezeit, bis die GPS-Funktion einsatzfähig ist, bringt dem Handybesitzer mehr Komfort bei Navigations-Applikationen", ist Ralph Eric Kunz, Nokia-Verantwortlicher für Multimedia-Dienste, überzeugt.

Externe GPS-Maus
Mobiltelefone mit integrierter GPS-Funktion sind derzeit noch eher selten am Markt. Zumeist verwenden Nutzer eine externe GPS-Maus, die via Bluetooth mit dem Handy verbunden wird. "Mittelfristig wird jedoch der Großteil der Handy auch mit GPS ausgestattet sein", ist Fürchtegott überzeugt.

BGH: Urteil zugunsten des Kunden

Bis vor den Bundesgerichtshof (BGH) ging die Klage eines Mobilfunkkunden, der von seinem Netzbetreiber T-Mobile Auskunft über Name und Adresse eines Versenders von Werbe-SMS verlangte. Der Kläger erhielt eine unverlangte Werbe-SMS auf sein Handy. Um den Versender zivilrechtlich am Versand weiterer Kurznachrichten an seine Nummer zu hindern, benötigt er den Namen und die Anschrift des Versenders.

T-Mobile verweigerte die Auskunft, obwohl der Klage vor dem Amtsgericht Bonn und dem Landgericht Bonn stattgegeben wurde. Die vom Landgericht Bonn zugelassene Revision vor dem Bundesgerichtshof hat der BGH jetzt zurückgewiesen. Seit einer Gesetzeserweiterung im Jahr 2002, so das Gericht, hätten auch individuelle Adressaten unverlangter Werbeanrufe einen Auskunftsanspruch gegenüber der betreffenden Telefongesellschaft.

Vor 2002 sah das Gesetz einen Auskunftsanspruch nur gegenüber Verbänden wie zum Beispiel Verbraucherverbänden vor. Allerdings greift die neue Regelung nur dann, wenn kein Auskunftsanspruch eines Verbandes besteht. In der Praxis bestünde zwar fast immer ein Anspruch eines Verbandes, im vorliegenden Fall allerdings nicht. Deshalb hat der BGH die Verurteilung von T-Mobile zur Auskunftserteilung bestätigt.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Gemeinsames Handy-TV von Vodafone, T-Mobile und O2 rückt an

Das Kartellamt prüft auf zwei Gebieten - auf der fusionskontrollrechtlichen und der kartellrechtlichen Seite in zwei getrennten Verfahren. Das Amt hat schon jetzt veröffentlicht, dass es fusionskontrollrechtlich keine Bedenken hat. Auf der kartellrechtlichen Seite will man die Entscheidung bald verkünden, wobei man schon jetzt klar gemacht hat, dass es Verpflichtungszusagen der beteiligten Unternehmen erfordert, um die Bedenken auszuräumen.

Das Vorhaben von T-Mobile, Vodafone und O2 steht im Zusammenhang mit der Ausschreibung von DVB-H-Frequenzen und der Programmbelegung dieser Frequenzen durch die Bundesnetzagentur und die Landesmedienanstalten. Die drei Mobilfunknetzbetreiber wollen im Rahmen des Gemeinschaftsunternehmens zusammen die technischen Leistungen, die für die Herstellung und Ausstrahlung von digitalisierten Fernsehsignalen erforderlich sind, den Einkauf von Programminhalten sowie die Bündelung der Inhalte zu Programmpaketen für mobiles Fernsehen nach dem DVB-H-Standard erbringen.

Die Vermarktung des Mobil-TV-Angebots an Endkunden soll jedoch durch die drei Muttergesellschaften sowie mögliche weitere Kunden des Gemeinschaftsunternehmens jeweils individuell erfolgen.

Motorola rutscht am Handy-Weltmarkt auf Platz drei ab

Der US-Handyhersteller Motorola ist am Weltmarkt auf Platz drei hinter den koreanischen Rivalen Samsung Electronics abgerutscht.

Der bisherige Branchenzweite gab am Donnerstag wie vor einer Woche angekündigt für das abgelaufene Quartal einen Netto-Verlust und einen Umsatzeinbruch bekannt. Die Handy-Verkäufe sackten um zehn Millionen auf 35,5 Millionen ab. Dies entspricht einem Marktanteil von nur noch 13,5 Prozent. Samsung lieferte in den vergangenen drei Monaten 37,4 Millionen Geräte aus und zog damit am US-Konkurrenten vorbei.

Motorola machen vor allem der Preiskampf mit Samsung und Marktführer Nokia sowie auch eine als veraltet kritisierte Modellpalette zu schaffen. Seit dem vor drei Jahren präsentierten Razr-Klapphandy gab es keinen Verkaufsschlager mehr. Die Folge: Der Umsatz brach im in den vergangenen drei Monaten um rund ein Fünftel auf 8,7 Milliarden Dollar ein. Der Quartalsverlust aus dem fortgeführten Geschäft betrug 38 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 1,35 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Motorola hatte bereits vor einer Woche gewarnt, dass sich das Geschäft im zweiten Quartal deutlich verschlechterte.

Einige Analysten äußerten sich besorgt, dass Motorola offenkundig auch Marktanteile an kleinere Rivalen wie Sony Ericsson und LG Electronics verloren habe. Der US-Konzern rechnet seit einiger Zeit nicht mehr damit, im Gesamtjahr im Kerngeschäft mit Mobiltelefonen schwarze Zahlen zu schreiben. Der Umsatz brach hier im Vierteljahr um 40 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar ein. Der Verlust beläuft sich auf 264 Millionen Dollar. Für nächstes Jahr setzt Motorola neben neuen Handys auch auf Einsparungen. Finanzchef Tom Meredith bekräftigte, dass mittels Stellenabbau und anderer Maßnahmen die Kosten 2008 um eine Milliarde Dollar gesenkt werden sollen.

BGH stärkt Verbraucherrechte bei Werbe-SMS

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Rechte von Verbrauchern gegenüber Mobilfunkanbietern gestärkt. Auch Privatpersonen könnten Auskunft über die Absender von unerwünschten Werbe-SMS auf dem Handy verlangen, entschied der BGH in Karlsruhe heute erstmals. Dieses Auskunftsrecht stehe nicht nur Verbraucherverbänden zu. Der 1. Zivilsenat gab einem Handy-Besitzer in einem Rechtsstreit mit T-Mobile Recht.

Der Kläger behauptete, er habe unverlangt eine Werbe-SMS auf seinem Handy empfangen. T-Mobile muss ihm nun den Namen und die Anschrift des Inhabers der Rufnummer mitteilen, von der die SMS gesendet wurde. Diese Daten benötigt er, um dem Absender gerichtlich die weitere Versendung solcher Werbe-Kurzmitteilungen auf sein Handy untersagen zu lassen. Diese zur Durchsetzung eines Unterlassungsanspruchs notwendigen Personendaten waren nach Auffassung des Klägers anderweitig nicht zu beschaffen. T-Mobile ist Inhaber des Rufnummernblocks, zu dem die 0171-Rufnummer gehört, von der die SMS gesendet wurde. Geworben wurde in der SMS für die RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar".


Der BGH bestätigte nun Entscheidungen des Amtsgerichts Bonn und des Landgerichts Bonn, die zuvor der Klage des Handy-Besitzers auf einen Auskunftsanspruch stattgegeben hatten. Die Revision von T-Mobile wies der BGH zurück. Der Anwalt des Mobilfunkanbieters hatte in der Verhandlung argumentiert, gegen die Herausgabe solcher Daten an Privatpersonen sprächen datenschutzrechtliche Gründe.

Unerwünschte Botschaften auf dem PC als Beleg speichern
Erhalten Handy-Nutzer unerwünschte Werbebotschaften, sollten sie nicht darauf antworten. "Wer etwa eine Beschwerde per SMS an den Absender zurückschickt, erhält daraufhin meist nur noch mehr Werbung auf dem Handy", warnt Ronny Jahn von der Verbraucherzentrale Berlin. Derartige Werbebotschaften würden meist ungezielt an alle möglichen Handynummern versendet. Eine Rückmeldung zeige den Firmen lediglich, dass eine Nummer auch tatsächlich genutzt wird - dadurch wird sie für die Absender nur noch wertvoller.

Stattdessen sollten Handyinhaber sich den Inhalt einer unerwünschten Botschaft notieren oder die SMS etwa auf dem PC als Beleg speichern, rät Jahn. Dann könnten sie versuchen, gerichtlich eine Unterlassung gegenüber dem Anbieter durchzusetzen. Zu diesem Zweck sollten sich Kunden am besten an Verbraucherverbände wenden - ansonsten hätten Verbraucher zunächst die Kosten für eine Klage zu tragen.


"Das Problem ist außerdem oft, dass der Absender nicht klar aus einer Werbe-SMS hervorgeht", sagt Jahn. Wird ein Produkt namentlich beworben, könnten Kunden zwar gegen den jeweiligen Hersteller vorgehen. Teilweise würden aber auch dubiose Gewinnspiele angepriesen und lediglich eine kostenspielige 0900-Rückrufnummer als Kontakt zum Absender angegeben. In solchen Fällen könnten Kunden sich an die Bundesnetzagentur wenden, die derartige Nummern gegebenenfalls sperrt. Dabei müssten Kunden die angefallenen Kosten nicht zahlen, falls sie unvorsichtigerweise die angegebene Nummer gewählt haben.

Dienstag, 17. Juli 2007

Telekom will mit Billig-Handy-Marke junge Nutzer locken

Mit einer neuen Billig-Marke für Handy und Internet will die Deutsche Telekom vor allem junge Menschen als Kunden gewinnen. Mit der am Dienstag vorgestellten Marke namens Congstar will die Telekom mit anderen Discount-Anbietern wie Base oder Simyo konkurrieren. Congstar bietet wie andere Angebote auch ein Baukastensystem frei zusammenstellbarer Flatrates für Surfen und Mobilfunk, wie Congstar-Mitgeschäftsführer Alexander Lautz bei der Vorstellung der Tarife in Köln ankündigte. Neu ist Verbraucherschützern zufolge allerdings der gleichzeitiger Verzicht auf Mindestvertragslaufzeiten. Die Telekom kämpft vor allem bei jungen Kunden damit, kein modernes Image zu haben.

Typische Kunden sieht Congstar bei jungen Kunden, die viele SMS-Kurznachrichten senden, große Daten-Mengen aus dem Internet laden oder viel mit mit Freunden in einem Mobilfunknetz telefonieren. Diese jungen Kunden will Congstar außerdem in einem bunten Markendesign erreichen. Die Telekom war beim Internet bereits mit der fast gleichlautenden Billigmarke Congster am Markt. Congstar verzichtet nach eigenen Dass im neuen Firmennamen absichtlich auf das Konzern-T. Das Unternehmen wolle die Kunden ansprechen, die der Mutterkonzern nicht erreicht.

Im Mobilfunk verlangt die neue Telekom-Tochter ohne Grundpreis 19 Cent je Minute für Gespräche in das Festnetz und alle Mobilfunknetze, ebenfalls 19 Cent für den SMS-Versand. Gegen Zuzahlungen können Kunden Flat-Rates für Anrufe in das Festnetz sowie jeweils für Anrufe und SMS-Versand in die verschiedenen Handy-Netze dazu buchen. Für das Internet bietet Congstar Flatrates ab 14,99 Euro an. Alle Angebote können zwei Wochen zum Monatsende gekündigt werden. Für Telefonate im Ausland sollen die Handys nach sechs Wochen freigeschaltet werden. Geplant ist den Angaben zufolge auch der Verkauf von Handys.

Bei den Telefongebühren ist Congstar nach Berechnungen von Teltarif kaum billiger als die Konkurrenz der Discount-Anbieter. Wer sämtliche Gespräche innerhalb der Landesgrenzen zum Flatrate-Tarif führen wolle, zahle am Ende des Monats 85 Euro. Bei der E-Plus-Tochter Base oder freenetMobile kosteten solche Vollpauschalen jeweils knapp 90 Euro im Monat. Bei Base erhielten derzeit zumindest Online-Bucher außerdem noch ein Jahr lang eine SMS-Pauschale für SMS-Sendungen im E-Plus-Netz ohne Aufpreis hinzu.

Dass Congstar auf lange Vertragslaufzeiten verzichtet, führt Tarifexperte Martin Müller von Teltarif darauf zurück, dass große Teile der Kunden erkannt hätten, dass die Preise weiter sinken würden. Damit hätten sie kein Interesse mehr daran, sich für zwei Jahre an einen Anbieter zu binden. Die heute gängigen Komplettangebote, bei denen zum Zwei-Jahresvertrag auch noch ein neues Handy mitgeliefert wird, lohnten sich beim Nachrechnen meistens nicht.

Wer mit Congstar aber Geld sparen wolle, müsse seine Telefongewohnheiten genau kennen und damit das von ihm gewählte Tarifpaket monatlich überprüfen, sagte Müller. Andernfalls würde die Rechnung am Ende des Monats eher auf dem Niveau der bereits bestehenden Anbieter liegen. Für Wenigtelefonierer könne es zuden womöglich auch weiterhin günstiger sein, Pre-Paid-Karten zu kaufen.

EU will einheitlichen Handy-TV-Standard durchsetzen

Diesen Mittwoch will die EU-Kommission eine Mitteilung vorlegen, in der sie die 27 Mitgliedsländer auffordert, sich in punkto Handy-TV-Standard zu einigen. Das meldet die Financial Times Deutschland.

Die besten Erfolgsaussichten, einziger Standard innerhalb der EU zu werden, hat dem Bericht zufolge DVB-H, den Nokia unterstützt. Falls sich die europäischen Regierungen nicht für einen Standard entscheiden können, scheut sich die EU-Kommissarin Viviane Reding nicht, den Standard verbindlich vorzuschreiben.

Die Kommission zeigt sich besorgt, da Handy-TV sich in Europa nur langsam verbreitet. Daher ist es der Kommission ein Anliegen, den am weitesten verbreiteten Standard zu fördern: Neben Italien und Finnland soll DVB-H 2007 in Deutschland, Frankreich und Spanien möglich sein. DVB-H ist darüber hinaus mit dem Digitalfernsehen DVB-T kompatibel.

IPhone-Website bei T-Mobile entdeckt

Im Rennen um den Exklusivvertrieb des Handys iPhone von Apple mehren sich einem Pressebericht zufolge die Anzeichen, dass der Mobilfunkanbieter T-Mobile den Zuschlag bekommen hat. Das Unternehmen habe schon einen Online-Shop unter www.t-mobile.de/iphone eingerichtet, berichtete die Online-Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Focus" am Dienstag.

Dort seien allerdings noch keine Informationen zu etwaigen Tarifen und dem Marktstart in Deutschland zu finden gewesen. Auf Nachfrage des "Focus" hätten die Mitarbeiter von T-Mobile entdeckt, dass die Seite bereits online geschaltet war, und sie binnen Minuten aus dem Netz genommen. Das Unternehmen wollte sich dem Bericht zufolge nicht zu dem Vorkommnis oder dem iPhone äußern.

Auf Anfrage von ORF.at mochte auch Andrea Karner, Unternehmenssprecherin von T-Mobile Österreich, zu dem Bericht nichts sagen. "Wir kommentieren Gerüchte nicht", sagte Karner.

Durchgesickert
Vor rund zwei Wochen hatte die "Rheinische Post" berichtet, dass T-Mobile der Exklusivpartner von Apple für den iPhone-Betrieb ist. Das Unternehmen hatte sich dazu nicht äußern wollen. Laut dem Zeitungsbericht soll das Gerät ab dem 1. November für rund 450 Euro und ausschließlich in Verbindung mit einem T-Mobile-Vertrag in den Geschäften angeboten werden.

Das iPhone soll wie in den USA auch in Europa nur von einem einzigen Mobilfunkbetreiber angeboten werden. Deutsche Verbraucherschützer hatten zuletzt die Apple-Strategie kritisiert. Kunden anderer Mobilfunkbetreiber müssten deshalb für das Apple-Gerät den Anbieter wechseln und auch dessen jeweilige Tarife akzeptieren, monierten sie.

Freitag, 13. Juli 2007

LG KE500, KU990: Edel-Handy und iPhone-Rivale

LG bringt noch diesen Monat das KE500, den kleinen Bruder des LG Shine, auf den Markt. Laut Slashphone.com soll sich zudem ein neues Touchscreen-Handy namens KU990 in der Pipeline befinden.

LG KE500
Das LG KE500 kommt als abgespeckte Version des LG Shine auf den Markt. Das Aluminiumkleid verschwindet und wird durch eine Kunststoffhülle ersetzt. Auch das Drehrädchen für die Menü-Navigation ist nicht mehr an Bord.

Der vom Shine bekannte Schminkspiegel findet sich dafür auch beim KE500 wieder. Weitere technische Details: 2-Megapixel-Kamera, MP3-Player, FM-Radio, WAP-2.0-Browser, Bluetooth, USB und ein Einschub für microSD-Karten (bis 2 GByte).

Noch Ende dieses Monats soll das KE500 auf den deutschen Markt kommen. Zu welchem Preis und bei welchem Netzbetreiber das Handy erhältlich sein wird, konnte LG noch nicht sagen.

LG KU990
Nach Informationen des Online-Magazins Slashphone.com will LG mit dem KU990 ein neues Touchscreen-Handy im Stile des LG Prada auf den Markt bringen.

Die Ausstattung des potenziellen iPhone-Konkurrenten besteht aus einer 5-Megapixel-Kamera (Xenon-Blitz), UMTS, HSDPA, 3-Zoll-Display, FM-Radio sowie einem Einschub für microSD-Karten.

Ob und wann das KU990 auf den deutschen Markt kommt, ist noch völlig unklar. LG wollte zu den Gerüchten bislang keine Stellungnahme abgeben.

Motorola in der Krise - Sony Ericsson steigert Gewinn

Während Motorola für das zweite Quartal eine Gewinn- und Umsatzwarnung herausgegeben hat, konnte Sony Ericsson den Umsatz deutlich steigern.

Im zweiten Quartal legte Sony Ericsson verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 37 Prozent beim Umsatz (3,11 Milliarden Euro) zu. Der Handy-Absatz kletterte sogar um 59 Prozent auf 24,9 Millionen Geräte. Sony Ericsson ist damit momentan der viertgrößte Handy-Hersteller der Welt.

Ein deutlich schlechtere Entwicklung zeichnet sich derzeit bei Motorola ab: Wie der US-Konzern gestern bekannt gab, werde der Umsatz im zweiten Quartal statt der erwarteten 9,4 Milliarden Dollar nur noch 8,6 bis 8,7 Milliarden Dollar erreichen. Man erwarte ein Minus von zwei bis vier Cent je Aktie, so Motorola.

Als Grund für die schlechten Zahlen gab Motorola Umstrukturierungen und die Verlust schreibende Handy-Sparte an.Während Motorola für das zweite Quartal eine Gewinn- und Umsatzwarnung herausgegeben hat, konnte Sony Ericsson den Umsatz deutlich steigern.

Im zweiten Quartal legte Sony Ericsson verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 37 Prozent beim Umsatz (3,11 Milliarden Euro) zu. Der Handy-Absatz kletterte sogar um 59 Prozent auf 24,9 Millionen Geräte. Sony Ericsson ist damit momentan der viertgrößte Handy-Hersteller der Welt.

Ein deutlich schlechtere Entwicklung zeichnet sich derzeit bei Motorola ab: Wie der US-Konzern gestern bekannt gab, werde der Umsatz im zweiten Quartal statt der erwarteten 9,4 Milliarden Dollar nur noch 8,6 bis 8,7 Milliarden Dollar erreichen. Man erwarte ein Minus von zwei bis vier Cent je Aktie, so Motorola.

Als Grund für die schlechten Zahlen gab Motorola Umstrukturierungen und die Verlust schreibende Handy-Sparte an.

Das iPhone - ab sofort in Deutschland

Angeblich 57.000 Interessenten haben sich bei Deutschlands größtem Apple-Fachhändler für das Mobiltelefon iPhone registriert, täglich soll die Zahl um 1.000 Kunden anwachsen.

Das sagte Gravis-Vorstandsvorsitzender Archibald Horlitz der Berliner Zeitung "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe). Nach eigenen Angaben seien 58 Prozent der registrierten Kunden sogar bereit, zur Nutzung des Geräts ihren Mobilfunkanbieter zu wechseln. Die führenden Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 lägen dem Bericht zufolge bei der Frage nach dem präferierten Provider nahezu gleichauf. Horlitz spricht von einem "gigantischen Hype". Ob das Telefon allerdings in seinen 29 bundesweiten Filialen verkauft werden dürfe, wisse er noch nicht.

Der US-Computerkonzern Apple wird sein Mobiltelefon iPhone einem Pressebericht zufolge in Europa zunächst nur in Deutschland, Frankreich und Großbritannien auf den Markt bringen. Der Start sei für den Herbst vorgesehen, berichtete die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf gut informierte Quellen. Der Rest Europas folge erst 2008. Dann sei auch die Markteinführung in Asien geplant.

In den Verhandlungen zwischen Apple und den vier größten Mobilfunkkonzernen Orange, T-Mobile, O2 und Vodafone um den Vertrieb seien Fortschritte erzielt worden, es gebe aber noch keine Abschlüsse. Das iPhone war Anfang Juli auf dem US-Markt an den Start gegangen (SAT+KABEL berichtete mehrfach). Dort wird das Gerät exklusiv von AT&T vermarktet.

Das iPhone besitzt nur eine Taste und wird über ein berührungsempfindliches Display bedient. Neben der Telefonfunktion ist auch ein iPod zum Abspielen von Musik und Videos integriert. Für den Zugang ins Internet nutzt das iPhone, das vorerst nur in den USA zu haben ist, den recht langsamen Standard EDGE. Ob das Gerät zum Europa-Start einen leistungsfähigeren 3G-Standard unterstützt, ist bislang nicht bekannt.

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